Kyphi

Der Original-Name dieser typisch ägyptischen Räuchermischung lautet “Kapet”. Kyphi wurde für eine ganze Reihe von Beschwerden und Anlässen eingesetzt, vor allem aber als Opferräucherung für die Götter oder als Abendräucherung. Ich verwende es als Reinigungsräucherung, die ich als sehr wirksam empfinde und deutlich angenehmer als die üblichen Reinigungskräuter wie etwa Salbei oder Lavendel.

Das älteste bekannte Rezept stammt vom Papyrus Ebers um 1500 v.Chr. und war als Reinigungsräucherung für das Haus bestimmt, obwohl die ersten Erwähnungen von Kyphi bereits aus Pyramidentexten des Alten Reiches bekannt sind. Auch im Papyrus Harris finden sich Anleitungen zur Herstellung von Kyphi.

Leider lässt sich heute dennoch nicht mehr genau nachvollziehen, wie es zusammngesetzt war bzw. wie es genau hergestellt wurde (es wäre durchaus möglich, dass es nicht nur ein Rezept gab, ähnlich dem indischen Curry). Man darf sich also diese Wissenslücke ruhig dahingehend zu Nutze machen etwas “Eigeninterpretation” einzubringen bzw. sich von der Verfügbarkeit einzelner Zutaten leiten zu lassen.

Die Zusammensetzung folgender Räuchermischung sollte jedoch recht einfach zu beschaffen sein

Kyphi

Kyphi

Kyphi-Räuchermischung
(gemeint sind jeweils Volumenanteile)

4 Teile Weihrauch
2 Teile Benzoe
2 Teile Styrax
2 Teile Myrrhe
1 Teil Zeder
1 Teil Honig
1 Teil Rotwein
1 Teil Galgant oder Ingwerwurzel
1/2 Teil Zimt
1/2 Teil Cardamom
1/2 Teil Wacholderbeeren
einige feingehackte Rosinen.

Alle Zutaten in einem Mörser klein machen und vermischen.
Durch den Honig und den Wein ergibt sich eine klebrige Maße, die etwas trocknen muss. Ggf. kann man sie auch zu kleinen Kugeln formen.

Früher wurden alle Zutaten vermutlich miteinander verschmolzen
und dann erst getrocknet.  Für den Hausgebrauch
finde ich es aber völlig ausreichend die Zutaten einfach zu vermischen
und etwas durchziehen zu lassen.

Zum Verräuchern eignet sich handelsübliche Räucherkohle.

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2 Responses to Kyphi

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